DIE JOHANNES-
OFFENBARUNG
GASTSPIEL AUS DER SLOWAKEI (ZTUM)

MONOOPER VON PETER MARTINÄŒEK
REGIE: ZUZANA GALKOVA
MUSIKALISCHE LEITUNG/KLAVIER: MARKUS URBAS
LICHT: ONDREJ KAPRÁLIK
ST. JOHN: VLADIMÍR ŠLEPEC
4.10.2025
19:00
KOLLEGIENKIRCHE SALZBURG
BEWEGENDES GASTSPIEL AUS DER SLOWAKEI IN DER KOLLEGIENKIRCHE
MIT DER MONOOPER „DIE JOHANNES-OFFENBARUNG“ VON PETER MARTINÄŒEK WAR EIN EINDRUCKSVOLLES GASTSPIEL AUS DER SLOWAKEI IN DER KOLLEGIENKIRCHE ZU ERLEBEN. SCHON IM VORFELD HATTE EIN ARTIKEL IN DEN SALZBURGER NACHRICHTEN FÜR GROSSE AUFMERKSAMKEIT GESORGT – VIELE BESUCHERINNEN UND BESUCHER KAMEN AUSDRÜCKLICH AUFGRUND DIESER ANKÜNDIGUNG. DER KIRCHENRAUM WAR ENTSPRECHEND GUT GEFÜLLT, DIE ERWARTUNG SPÜRBAR.




​IM ZENTRUM DES ABENDS STAND DIE FIGUR DES JOHANNES, DARGESTELLT VON VLADIMIR ŠLEPEC. IN DER REGIE VON ZUZANA GALKOVÁ WURDE DIE APOKALYPSE NICHT ALS BLOSSES ENDZEITSZENARIO ERZÄHLT, SONDERN ALS ZUTIEFST PERSÖNLICHE VISION: EIN RINGEN MIT ANGST UND HOFFNUNG, MIT ZERSTÖRUNG UND VERHEISSUNG. DIE INSZENIERUNG SETZTE AUF KONZENTRATION UND PRÄSENZ – JEDE BEWEGUNG, JEDER BLICK HATTE GEWICHT IM WEITEN RAUM DER KIRCHE.
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MUSIKALISCH WURDE DIE AUFFÜHRUNG VON MARKUS URBAS AM KLAVIER GETRAGEN, DER ZUGLEICH DIE MUSIKALISCHE LEITUNG INNEHATTE. MARTINÄŒEKS PARTITUR ERWIES SICH ALS EXPRESSIV UND NUANCENREICH. ZWISCHEN MEDITATIVER REDUKTION UND DRAMATISCHEN AUSBRÜCHEN ENTWICKELTE SICH EIN INTENSIVER DIALOG ZWISCHEN STIMME UND INSTRUMENT. DAS KLAVIER FUNGIERTE DABEI NICHT ALS BLOSSE BEGLEITUNG, SONDERN ALS GLEICHWERTIGER PARTNER, DER STIMMUNGEN SCHUF, SPANNUNGEN AUFBAUTE UND MOMENTE DER STILLE EINDRUCKSVOLL RAHMTE.
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BESONDERS PRÄGEND WAR DAS LICHTDESIGN VON ONDREJ KAPRÁLIK. MIT GEZIELT GESETZTEN LICHTACHSEN UND FEIN ABGESTUFTEN HELLIGKEITEN VERWANDELTE ER DIE BAROCKE ARCHITEKTUR DER KOLLEGIENKIRCHE IN EINEN SPIRITUELLEN ERFAHRUNGSRAUM. GEWÖLBE UND PFEILER TRATEN PLASTISCH HERVOR, SCHATTENZONEN ÖFFNETEN NEUE PERSPEKTIVEN. GERADE IN DIESEM SAKRALEN UMFELD ENTSTAND EINE DICHTE, BEINAHE MYSTISCHE ATMOSPHÄRE, DIE MUSIK UND SZENE INTENSIV VERSTÄRKTE.
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DAS PUBLIKUM REAGIERTE TIEF BEWEGT. DIE GESCHLOSSENHEIT VON REGIE, MUSIK UND INTERPRETATION BEEINDRUCKTE EBENSO WIE DIE EINDRINGLICHE LEISTUNG DES SÄNGERS, DER DIE ANSPRUCHSVOLLE MONOOPER MIT GROSSER STIMMLICHER KRAFT UND EMOTIONALER WAHRHAFTIGKEIT TRUG. DER LANG ANHALTENDE APPLAUS ZEIGTE DEUTLICH, DASS DIESER ABEND VIELE NACHHALTIG BERÜHRTE.
IM ANSCHLUSS AN DIE PREMIERE WURDE BEI EINER FEIER WEITERDISKUTIERT. ZAHLREICHE GESPRÄCHE MIT DEM TEAM UND INSBESONDERE MIT VLADIMIR ŠLEPEC ZEUGTEN VON GROSSEM INTERESSE UND ECHTER BEGEISTERUNG. SO SETZTE SICH DIE AUSEINANDERSETZUNG MIT DER „JOHANNES-OFFENBARUNG“ AUCH NACH DEM LETZTEN TON FORT – ALS LEBENDIGER AUSTAUSCH ZWISCHEN KÜNSTLERN UND PUBLIKUM.